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Einkommensteuererklärung 2009: Hinweise zur erstmals gültigen Abgeltungsteuer
von Rechtsanwalt Michael Hüttenberger

 
Bekanntlich wurde im Zuge der Einführung der sog. Abgeltungsteuer zum 01.01.2009 die Besteuerung privater Kapitalerträge reformiert.
Damit einher geht nicht nur eine Vereinfachung, sondern auch die Schaffung komplexer Wahlrechte und Gestaltungsalternativen.

Über einige ausgewählte Punkte soll dieser Artikel Ihnen einen ersten Überblick über häufig auftretende, typische Problemkreise geben.
Mit der Einführung der Abgeltungsteuer wurden die Vorgaben für die Jahressteuerbescheinigung 2009 der Banken neu gefasst. Daher gibt es weiterhin eine Jahressteuerbescheinigung, welche Sie jedoch mit Ihrer Einkommensteuererklärung in vielen Fällen nicht mehr beim Finanzamt einreichen müssen, da mit dem Steuerabzug die Einkommensteuer auf Ihre privaten Kapitalerträge grundsätzlich abgegolten ist.

Allerdings haben Sie die Pflicht bzw. Wahl, die Jahressteuerbescheinigung bei Ihrer Einkommensteuerveranlagung einzureichen, wenn
- die bescheinigten Erträge aus betrieblichen Konten bzw. Depots als Gewerbetreibender oder Selbständiger stammen (verpflichtend),
- bescheinigte Verluste mit steuerbelasteten Kapitalerträgen aus anderen Quellen verrechnet werden sollen (wahlweise),
- ein bei einer Bank nicht ausgeschöpfter Freistellungsauftrag zum Ausgleich mit steuerbelasteten Kapitalerträgen aus anderen Quellen genutzt werden soll (wahlweise),
- Ihr persönlicher Einkommensteuersatz geringer als der derzeit geltende Kapitalertragsteuersatz von 25% ist (wahlweise).

Hinzu kommt, dass es für eine zeitnahe Verrechnung von Verlusten aus privaten Wertpapiergeschäften zudem in Betracht kommt sich daraus in einem Jahr aufgelaufene, bei einem Bankinstitut nicht verrechenbare Verluste bescheinigen zu lassen.
Dadurch wird es möglich, dass dieser Verlust im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung 2009 zum Ausgleich von steuerbelasteten Kapitalerträgen aus anderen Quellen genutzt wird. Diese Verlustbescheinigung konnte bis spätestens 15.12.2009 beantragt werden und für die Folgejahre ebenfalls bis spätestens 15.12. des jeweiligen Jahres gestellt werden.
Sofern es an einer solchen Bescheinigung fehlt werden die Verluste, welche mangels verrechenbarer Erträge bei dem jeweiligen Bankinstitut nicht ausgeglichen werden können, grundsätzlich auf das Folgejahr übertragen werden und mit späteren verrechenbaren Gewinnen ausgeglichen werden.

Schon diese Wahlrechte zeigen, dass es durchaus sinnvoll sein kann sich zu diesen zahlreichen Wahlrechten individuell beraten zu lassen.

Sofern Sie hier Beratungsbedarf haben, können Sie sich gerne zwecks Terminvereinbarung mit meiner Kanzlei telefonisch in Verbindung setzen.

Mit freundlicher Empfehlung

Michael Hüttenberger
Rechtsanwalt


 
     

 

   © RA Michael Hüttenberger •  web@ra-huettenberger.de