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GmbH-Reform (MoMiG) kommt !
von Rechtsanwalt Michael Hüttenberger

 
Der Bundestag hat das Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen (MoMiG) beschlossen.
Der Bundesrat hat entschieden, in der Angelegenheit den Vermittlungsausschuss nicht anzurufen.
Damit kann das Gesetz entsprechend seiner eigenen Bestimmung zum Beginn des Monats nach seiner Verkündigung im Bundesgesetzblatt in Kraft treten.
Derzeit wird davon ausgegangen, dass sein Inkrafttreten zum 01.11.2008 erfolgen wird.

Wichtigste Neuregelung neben zahlreichen Optimierungen des geltenden GmbH-Rechts ist die Schaffung einer sogenannten Unternehmergesellschaft, die - als Entsprechung zur ausländischen Limited - eine haftungsbeschränkten Rechtsform bereits mit äußerst wenig Kapitalaufwand ermöglicht.

Die Unternehmergesellschaft bietet diese Möglichkeit mit einem Stammkapital ab 1€.

Dieser Betrag dürfte zumeist theoretischer Natur sein, weil bereits der Gründungsaufwand der Gesellschaft höher liegen wird, was jedoch nichts an dem nur geringen Kapitalaufwand ändert.

Im Gegenzug verzichtet das nunmehr verabschiedete Gesetz auf die Herabsetzung des "regulären" Stammkapitals der GmbH auf 10.000 €, wohl weil sich dieses Ziel mit der Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) leicht erreichen lässt - ohne an den bewährten Regelungen zur GmbH etwas ändern zu müssen.

Bei der Gewinnverwendung ist die Unternehmergesellschaft im Vergleich zur GmbH insofern eingeschränkt, dass aufgrund gesetzlichen Zwangs eine Rücklage gebildet werden muss, die den ausschüttbaren Gewinn reduziert. Diese Zwangsrücklage muss aus einem Anteil des vorhandenen Jahresüberschusses (-gewinns) aufgebaut werden.

Hintergrund dieser Regelung ist das "Erwachsen werden" der Unternehmergesellschaft zu einer GmbH, d.h. zur Erreichung eines erhöhten Stammkapitals.

Damit wird der Bedarf für potentielle Gründer nach überschaubaren Gründungskosten gedeckt, ohne das Gläubigerinteresse (also die Interessen der potentiellen Geschäftspartner) der neuen haftungsbeschränkten Unternehmensform aus den Augen zu verlieren.

Durch die Unternehmergesellschaft wird ein Weg für Gründer geschaffen, einfach und schnell ohne überzogene Kosten ihre Haftung beschränken zu können und damit noch im vertauten deutschen Rechtskreis bleiben zu können.
Damit werden aufwändige Doppelberatungen erspart, welche sich bei der Limited aus deren heimatlichen Regelungen zumeist in Großbritannien ergeben. Eine echte Erleichterung !

Haben Sie Fragen zu den Änderungen und Vorzügen aufgrund des MoMiG ?
Ich berate Sie gerne.

Michael Hüttenberger
Rechtsanwalt


 
     

 

   © RA Michael Hüttenberger •  web@ra-huettenberger.de