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Rentner werden durch Finanzamt kontrolliert
von Rechtsanwalt Michael Hüttenberger

 
Seit dem 01.10.2009 wird die rechtliche Verpflichtung der Rentenversicherungen, Pensionskassen, Pensionsfonds und Versorgungswerken auch für Direktversicherungen ab 2005 sämtliche Daten über von diesen ausgezahlten Bezügen an die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) bei der Deutschen Rentenversicherung Bund zu melden nunmehr technisch umgesetzt.

Diese Zentralstelle wird die Daten an die für die Rentner zuständigen Finanzämter weiterleiten.

Diese Verpflichtung wurde ab 2005 mit der Umstellung der Besteuerung der Rentenbezüge und bestimmter Altersvorsorgeprodukte auf die sog. nachgelagerte Besteuerung durch das Alterseinkünftegesetz eingeführt.
Der Paradigmenwechsel hat den Zweck die Beiträge für Altersvorsorgezwecke während der aktiven beruflichen Zeit von der Steuer freizustellen, die aus diesen Beiträgen entstehenden Einnahmen im Alter dann aber steuerlich zu erfassen.

Das Alterseinkünftegesetz im Überblick

Das Alterseinkünftegesetz gilt bereits seit 2005 und führt schrittweise die volle Versteuerung der Alterseinkünfte ab dem Jahr 2040 ein. Zwischen 2005 und 2040 steigt der steuerpflichtige Teil der Rente prozentual an. Dabei wird der steuerfreie Anteil im Jahr des Renteneintritts auf Dauer festgeschrieben. Dieser bleibt auch bei Erhöhungen der Rente durch regelmäßige Rentenanpassungen unverändert.

Für Rentner, deren Rentenbezug 2005 oder davor begonnen hat, beträgt der besteuernde Rentenanteil 50% der Jahresbruttorente.

Folgerungen und Empfehlungen

Da sich durch das Alterseinkünftegesetz der steuerpflichtige Anteil gegenüber der vorherigen Rechtslage in den allermeisten Fällen deutlich erhöht hat, sollte geprüft werden, ob ab 2005 möglicherweise eine Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung entstanden ist.

Das kommt erfahrungsgemäß häufig dann in Betracht, wenn neben der Rente weitere Einkünfte (bspw. Mieteinnahmen, Zinsen usw.) bezogen werden.

Liegen ausschließlich Renteneinkünfte aus der gesetzlichen Rentenversicherung vor, so gilt die Faustregel, dass jährliche Rentenbeträge von insgesamt rd. 18.900 EUR keine Steuererklärungspflicht auslösen.

Im Zweifelsfall kann rechtzeitige steuerliche Beratung zukünftigen Ärger mit der Finanzverwaltung vermeiden.
Auf diese Weise sollte geklärt werden, wie die Situation in der Vergangenheit zu beurteilen ist und welche Gestaltungsmaßnahmen für die Zukunft eine anfallende Steuerlast mindern oder vermeiden können.

Sofern Sie hierzu Beratungsbedarf haben, so vereinbaren Sie bitte einen Besprechungstermin mit meiner Kanzlei.

Mit freundlicher Empfehlung

Michael Hüttenberger
Rechtsanwalt


 
     

 

   © RA Michael Hüttenberger •  web@ra-huettenberger.de